Nachhaltig leben

Es sind oftmals gar nicht die großen Dinge, die es braucht, um ein nachhaltige(re)s Leben zu führen.

Eine Übersicht, und ein Einstieg:

  • Tiefenwasser
Werthaltige Dinge

Unsere Omas wussten es schon und hatten recht: Wer billig kauft, kauft zweimal. Mindestens! 

In vielen Fällen ist es sinnvoll, lieber etwas mehr auszugeben, dafür aber etwas zu haben, an dem man lange Freude hat. Das fängt bei Kleidung an, die, wenn sie billig gefertigt ist, schneller verschleißt und fadenscheinig wird. Muss es immer der neueste Fummel sein, oder darf es das zeitlose Stück sein, dass auch noch in 5 Jahren aktuell und qualitativ angesagt ist? Second Hand Kleidung ist eine gute, zudem sehr nachhaltige Alternative für das Portemonnaie und die Umwelt.

Auch ein Möbelstück aus günstigem Sperrholz wird vermutlich nicht so lange seinen Zweck erfüllen, wie sein Gegenstück aus nachhaltigem Massivholz.

Viele Dinge können noch ihren Zweck erfüllen und müssen nicht direkt weggeworfen werden. Manch einer freut sich über „zu verschenken“ Anzeigen oder Trödelmärkte. Dinge finden einen Nutzer und damit ein zweites Leben.

Plastik vermeiden

In vielerlei Hinsicht lohnt es sich in die Vergangenheit zu schauen. Und wieder weiß Oma, wie es war, ohne Plastik zu leben. Es lohnt sich zu fragen, wie es ohne geht und schon bekommt man gute Tipps. Unser derzeitiger exzessiver Plastikkonsum bestimmt unser

tägliches Leben und doch geht es sehr oft ohne. Müssen es die verpackten Tomaten, Kartoffeln oder Pilze im Supermarkt sein, wenn die unverpackten Produkte direkt daneben liegen? Die einfache Frage ist: „Wie kann ich Plastik vermeiden?“ Es gibt im täglichen Leben viele Antworten darauf. Plastik ist eigentlich ein grandioser Werkstoff, er muss nur vernünftig eingesetzt werden und Einwegplastik ist die denkbar schlechteste Verwendung! Also einfach

nachgedacht beim Einkaufen und Plastik vermeiden, Glaspfandsysteme nutzen, auch bei Jogurt und Milch. So kann man PET-Flaschen, als auch Verpackung drastisch reduzieren.

Wasser ist Leben. Auch das aus dem Supermarkt? Solange es in Pfand-Glasflaschen geliefert wird, mag das so sein, doch es geht auch viel einfacher. Wasserhahn aufgedreht und rein in die Glasflasche, den Wassersprudler eingestellt und schon gibt es frisches „Kraneberger“ mit Kohlensäure. Für Menschen mit zu kalkhaltigem Wasser helfen Wasserfilter. „Nur Deppen schleppen“… PET-Flaschen, das ist eigentlich schon seit vielen Jahren dank dem am besten überprüften Lebensmittel in Deutschland, sprich unserem Trinkwasser, Geschichte.

Und wer nun meint seine Plastiktüte oder Plastik-Frischhaltedose wegwerfen zu müssen, dem sei gesagt: „Nein!“ Verwende das, was da ist, bis es auseinanderfällt. Das kann bei so mancher Frischhaltebox laut Hersteller „ein Leben lang“ dauern. Wenn es gar nicht mehr geht, dann entsorge es sachgerecht in die thermische Verbrennung,

sprich den Restmüll. Alternativen zu Plastik sind Gläser, auch solche, die man mit Lebensmittelprodukten kauft und wiederverwendet. Der bunte Formenmix macht sich dekorativ in der Küche und zeigt jedem wofür Gläser noch gut sein können.

Müll trennen

Recycling richtig gemacht! Warum wird in Deutschland so wenig recycelt, obwohl wir alle so fleißig trennen? Materialien RICHTIG trennen ist hier das Stichwort. Der Plastik-Jogurtbecher mit Papierbanderole und Aludeckel einfach nach Gebrauch, den Deckel noch schön in den Becher gedrückt, in den Grünen Punkt entsorgt,

wird seinem unweigerlichem Ende zugeführt, in den meisten Fällen der thermischen Verbrennung. Wird der Aludeckel vollständig abgezogen, die Papierbanderole in das Altpapier entsorgt und der Plastikbecher vom Deckel separat in den gelben Sack oder Tonne gegeben, kann recycelt werden. Eigentlich einfach. Materialien müssen voneinander getrennt werden.

Müll aufsammeln

Müll und Zigarettenkippen liegen dank unbelehrbarer Zeitgenossen überall herum. Doch wollen wir das akzeptieren, tolerieren, schauen wir gar weg? Geht uns das nichts an? ElasmOcean sagt NEIN! Wenn jeder von uns ein- bis zweimal am Tag etwas aufhebt und in den nächsten Mülleimer wirft, dann ist schon viel erreicht. Nicht wegschauen, sondern aufheben. Ist gesund und hilft der Umwelt.

Und wenn es organisierter sein soll, es gibt mittlerweile in fast jeder Stadt Ortsgruppen, die sich zusammentun, der Umwelt unter die Arme greifen und Dreckspatzen das Fürchten lehren.

Ökostrom

Bei manchen kommt der Strom einfach aus der Steckdose, doch welchen Strom wollen wir? Es gibt gute Anbieter für Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen auf dem Markt. Ein Wechsel ist einfach und ist nicht teurer als herkömmlicher Strom aus Braunkohle

und Co. Fünf Minuten Arbeit können unsere Meere retten.

Urlaub gestalten

So manchem in Deutschland ist der Urlaub eine heilige Kuh. Man kann es verstehen, aber muss es wirklich die Kreuzfahrt auf

einem 6000-Seelen-Dampfer mit Schweröl im Tank sein? Muss man fünfmal im Jahr für 10,00 Euro auf die Partyinsel der Wahl fliegen oder die entlegensten Ecken der Welt selbst erkunden?  Die Folgen

unserer Urlaubslaunen sind für unsere Meere verheerend! Europa ist so schön. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute direkt vor der Haustür liegt? Mit der Bundesbahn zum Urlaubsort fahren, ist umweltschonend und meist sogar pünktlich.

Länger leben lassen

Darf es das neueste Handy sein, vielleicht auch das neueste Smartpad? Fährt es sich gut mit dem E-Bike? Wie viele elektronischen Gerätschaften brauchen wir? Nur weil der Mobilfunkvertrag alle zwei Jahre ein neues Handy beinhaltet, heißt das noch lange nicht, dass das Alte nicht mehr gut ist.

Unser Hunger nach immer neueren Geräten macht unserer Umwelt und letztlich auch unseren Meeren schwer zu schaffen. Seltene Erden verursachen weltweit grauenhafte Umweltschäden und oft auch entsetzliche Arbeitsbedingungen. Wollen wir wirklich, das in einigen Jahren für unseren Hunger nach immer neueren Gerätschaften die Tiefsee ausgebeutet wird? Jeder muss selbst entscheiden, was

man unbedingt braucht, aber auch in dieser Hinsicht ist weniger oft meer. 

Saisonal und regional

Die wichtigste Frage auf dem Weg zum umweltbewussten Konsum ist: Brauche ich das wirklich? Die nächste Frage, wenn du die erste mit Ja beantwortet hast: In welchem lokalen Geschäft bekomme ich es und welche Produkte kommen in Frage?


Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Frischen saisonalen Spargel gibt es jedes Frühjahr in Deutschland bis zum 24. Juni. Danach ist Schluss. Gibt es etwas Besseres als den ersten frischen Spargel der Saison nach einem Jahr Abstinenz? Es ist ein besonderer Genuss! Und genau das ist es!


Wir müssen auch in diesem Fall wieder einmal auf die Bauerngärten unserer Omas schauen. Dort wuchs und wächst bis heute saisonales Lokales. Jede Jahreszeit bietet ihre regionalen Produkte und die haben es in sich.


Regionales bietet Vitamine und Gesundes. Kurze Wege helfen das Klima zu retten und erhalten obendrein noch wichtige Inhaltsstoffe in Salat, Obst und Gemüse, die auf langen Transportwegen verloren gehen. Produkte wie Avocado haben generell eine sehr schlechte Umweltbilanz. Und wer Himbeeren im Winter essen möchte, sollte auf die Herkunft achten, die kommen von ganz weit her. Einfache Faustformel, je näher ein Produkt produziert wird, umso beruhigter darf ich es essen. Das gilt auch für Fleisch. Warum muss das Steak aus Argentinien kommen, wenn die Angusrinder direkt vor der Tür beim heimischen Rinderzüchter stehen, man das Fleisch vielleicht sogar am Bauernhof vom Erzeuger bekommen kann? Egal, obLebensmittel, Kleidung oder andere Konsumgüter, lokal produziert sollte den Vorrang haben.

Ohne Mikroplastik

Im deutschen Handel immer noch zulässig: Peelings und Duschgel, die Microplastik in Form von Plastikkörnern enthalten. Keine Kläranlage hält die kleinen Plastikkörner auf. Sie geraten in unsere Flüsse und ins Meer und damit in die Nahrungskette.


Finger weg von solchen Produkten. Manche Hersteller treiben es auf die Spitze. Sie verkaufen Peelings und Duschgel, auf deren Verpackung groß „ohne Mikroplastik“ zu lesen steht. Genau hingeschaut, stellt der aufgeklärte Konsument fest, dass Mikroplastik in fester Form, also als Peelingkörner durch natürliche Schleifstoffe ersetzt wurde, aber Mikroplastik in Form von flüssigem Plastik,z.B. Acrylates Copolymer, weiterhin enthalten ist. Es kommt somit auf die selbst auferlegte Definition von „Mikroplastik“ in der Kosmetikindustrie an. „Körner sind Mikroplastik, flüssiges Plastik mit sehr kleinen Körnern nicht? So werden Verbraucher hinterdas das Licht geführt. Daher aufgepasst.


Einfache Faustformel: Steht Acry…  Poly…  Ethy… Vinyl oder Nylon in der zugegeben meist langen Inhaltsliste, dann ist Plastik im Kosmetikprodukt enthalten. Wir raten dringend von diesen Produkten ab, hin zu Naturprodukten, die es in großer Auswahl im Handel gibt.

Bei Waschmitteln und Putzmitteln verhält es sich anders. Dort sind die Hersteller nicht verpflichtet alle Inhaltsstoffe anzugeben und siehe da, es kommt zu einem kollektiven Gedächtnisverlust

der Hersteller bei den entsprechenden Inhaltsstoffen. Irgendwie werden die flüssigen Plastik-Bestandteile auf den Packungen meist vergessen. Man muss sie mühsam im Internet recherchieren. Auch hier bitten ökologische nachhaltige Waschmittel eine sehr gute Alternative.

Unsere Empfehlung: Kauft Produkte von Ökoanbietern. Die Märkte bieten mittlerweile eine reiche Palette an ökologischen Produkten an. Trotzdem verfahre auch bei diesen Produkten nach dem Motto „Holzauge sein wachsam“. Einfach auf die Inhalte geschaut und

Plastikfrei kaufen. Eigentlich ganz einfach!

Ganz Ambitionierte stellen ihre Kosmetik, Putz- und Waschmittel mit alten Hausmitteln selbst her. Im Internet findet man viele Rezepte zu Soda, Natron und Co.

Weniger tierische Produkte

Muss es jeden Freitag traditionell Fisch sein? Ist Fisch wirklich so gesund wie gedacht? Wir sagen klar “Nein!“ Unsere Empfehlung, Finger weg von Fisch.


Diverse Gründe sprechen in heutigen Zeiten gegen Fischkonsum. Die maßlose Überfischung der Meere, intransparente Lieferketten, Giftstoffe wie Methylquecksilber im Fisch, aber auch unser Plastikkonsum, mit dem wir eine Büchse der Pandora in unseren

Meeren geöffnet haben, sprechen eine deutliche Sprache. In unseren westlichen Gesellschaften sind wir auf Fisch als Eiweiß- und Omega-3-Fettsären-Lieferant nicht mehr angewiesen. Algen-, Lein- und Wallnussöl sind Primärlieferanten für Omaga-3-Fettsäuren und bei weitem gesünder und nachhaltiger als Fisch. Wer partout von Zeit zu Zeit nicht auf Fisch verzichten möchte, dem seien die sehr guten Fischführer von Greenpeace und WWF (beide auch als App verfügbar) ans Herz gelegt. Das MSC Siegel bietet keine gute Alternative mehr, da es durch seine völlig aufgeweichten Standards bis auf sehr wenige Ausnahmen (manche Pole- and Line Fischereien) mittlerweile nicht mehr für Nachhaltigkeit steht. Das, was im Gründungsjahr 1997 als sehr gute Idee begann, ist heute eine

zugegeben sehr professionelle, aber nicht nachhaltige Marketingmaschinerie der Fischereiindustrie geworden.

Wir haben mit unseren Omas begonnen und enden nun auch mit Omas „Sonntagsbraten“. Kennst Du es noch? In früheren Zeiten gab

es nur einmal in der Woche Fleisch. Der Sonntagsbraten war etwas Besonderes. Den Rest der Woche lebte man vegetarisch. Heutzutage stehen bei sehr vielen Menschen Fleischwaren jeden Tag auf dem Tisch. Zum einen ist das nicht gesund, weder für den Konsumenten noch für den Fleischlieferanten in der Massentierhaltung, zum anderen schadet unser unendlicher Fleischkonsum dem Klima und damit dem Meer.

Reduziere Deinen Fleischkonsum. Wenn es Fleisch sein muss, dann bitte aus artgerechter Haltung. Du meinst, das ist zu teuer? Wir machen eine ganz einfache Rechnung auf. Du konsumierst bisher sechsmal in der Woche Fleisch? Dann reduzierst Du auf dreimal und schon darf das Fleisch, das Du kaufst, das Doppelte kosten. Deinem Portemonnaie ist das egal, da ein Nullsummenspiel.

Es wird etwas Besonderes sein, da einfach qualitativ besser und mit dem guten Gefühl etwas für die Umwelt und das Tierwohl getan zu haben.

Und vielleicht kannst Du Dich entschließen, Omas Sonntagsbraten zu präferieren oder als Königsklasse ganz auf Fleisch zu verzichten.

Was hat nun all das mit dem Meer zu tun?

Unser Konsum produziert Plastikabfälle, CO₂, Methan, Artensterben und Raubbau an der Natur. Zügeln wir unseren Konsum und konsumieren darüber hinaus bewusst, können wir etwas bewirken. Unsere Meere werden sauberer, der Klimawandel und damit die Erwärmung und Versauerung der Meere kann verzögert oder im besten Fall gestoppt werden und die Überfischung kann ein Ende haben.

Jeder von uns kann etwas tun, also beginnen wir damit.

  • Tiefenwasser
Unsere zusammengefassten Ratschläge speziell zur Vermeidung von Plastik:
  • Einkaufstasche aus Stoff oder Einkaufskorb benutzen und im Auto oder im Fahrradkorb lagern
  • Stoffbeutel statt dünner Plastiktüten (in jedem Supermarkt erhältlich) für Gemüse und Obst benutzen
  • Produkte in Glas kaufen
  • Glas-Pfandsysteme für Jogurt, Milch und Getränke nutzen
  • Vorratsgläser statt Plastikbox nutzen
  • Leere Produktgläser nicht wegwerfen, sondern als Vorratsgläser nutzen
  • Leere Plastikproduktverpackungen, wie Eis- oder Margarinedosen weiterhin als Vorratsdosen nutzen, auch zum Einfrieren
  • Flaschen und Brotdosen aus Edelstahl oder Glas für unterwegs, statt PET-Flaschen
  • Butterbrotbeutel aus Papier nutzen
  • Spülbürsten aus Holz, nicht aus Plastik
  • Gemüse und Obst unverpackt kaufen
  • Auch an der Fleisch- und Käsetheke darf es der eigene nachhaltige Behälter sein
  • Leitungswasser trinken, bei Bedarf einen Wassersprudler nutzen
  • Kosmetika ohne Mikroplastik kaufen (Eselsbrücke: Acry…, Poly…, Ethy…, Vinyl oder Nylon)
  • Ökologische Wasch- und Putzmittel ohne Plastikbestandteile benutzen
  • Feste Seife im Karton kaufen und Duschgel in Plastikverpackung meiden
  • Eigenen „Coffee-to-go“ Becher nutzen
  • Nicht benutzen: Einwegplastik wie Trinkhalme, Plastikbecher, Plastikbesteck und Geschirr, sowie Wattestäbchen aus Plastik (seit dem 3. Juli 2021 in Deutschland nicht mehr erhältlich,). Auch bei den Alternativen genau hinsehen und auf ökologische Materialien achten.
  • Waschlappen statt Abschminktuch
  • „Traditionelle“ Reinigungsmittel wie Soda, Natron, Essig oder Spiritus verwenden
  • Bei Süßigkeiten und Kosmetika auf doppelt und dreifach eingepacktes achten und es vermeiden
  • Gib Dingen ein zweites Leben und nutze sie bis sie wirklich nicht mehr nutzbar sind. Dann entsorge sie sachgerecht
  • Taschentücher aus Papierspenderbox benutzen und nicht in Plastik eingepackt
  • Synthetische Kleidung, vor allem Fleece-Ware, vermeiden
  • Nutze Apps, um vor Ort Deinen geplanten Einkauf zu überprüfen, bei Kosmetika z.B. Codecheck.info

Was sind jetzt diese „5R“?

  1. Rethink
  2. Reduce
  3. Reuse
  4. Repair
  5. Recycle
  • Tiefenwasser
RETHINK – Jede Veränderung beginnt im Kopf. Denk drüber nach, was du verändern willst.

Es gibt so viele Möglichkeiten, nachhaltiger zu Leben.

Der Trick ist, nicht alles auf einmal zu wollen. Wo soll ich also anfangen?  Auf der Straße? Beim Einkaufen? In der Wohnung? Dafür gibt es sicherlich keine allgemeingültige Lösung. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was sofort geht, was später geht oder was absolut unmöglich ist. 

REDUCE – Für ein gutes Leben braucht man oft gar nicht so viel.

Muss es wirklich immer das allerneueste Smartphone

sein? Brauche ich die fünfte blaue Jeans und/oder die zehnte

weiße Bluse? Auch Produkte des täglichen Bedarfes lassen sich

leicht reduzieren. So komme ich zum Beispiel mit einem Stück guter Duschseife deutlich länger aus als mit einer Flasche Duschgel. Da habe ich dann im besten Fall sogar noch auf Plastik verzichtet. Es geht aber auch darum, deinen Müll zu reduzieren. Hierbei helfen die inzwischen immer zahlreicher werdenden Unverpacktläden, in die du deine eigenen Behälter mitnehmen kannst, um sie dort aufzufüllen.

REUSE – Verzichte auf Einweg-Dinge. Überlege bei Dingen, die du eigentlich entsorgen willst, ob sie nicht einen anderen Zweck erfüllen können.

Das – zumindest für Rike vom Vorstand – beste Beispiel hierfür ist

die leere Eiscremepackung, in der ihre liebe Nachbarin ihr etwas von ihrer leckeren Bohnensuppe abgibt. Dann sind da die vielen Einweg-Dinge, die sich sehr leicht durch Mehrweg-Dinge ersetzen lassen.

REPAIR – Repariere Dinge, damit sie dir länger erhalten bleiben. 

Ein Flicken auf die Lieblingsjeans, Oma stopft die warmen Socken.

RECYCLE – Trenne deinen Müll, sodass Stoffe, die für eine Wiederverwertung geeignet sind, dieser auch zugeführt werden können.

Papier, Glas, Wertstoffe, Plastik.

Wie reinigt man eigentlich einen Fluss, einen Strand?

Unsere Bäche, Seen und Flüsse sind voll mit Plastik, das am Ufer

angeschwemmt wird. Jeder kann sich bei einem Spaziergang am Fluss bücken und einfach Strandgut und Zigarettenkippen einsammeln. Wichtig dabei, Dinge, die bereits Teil der Natur sind, z.B. mit Muscheln bewachsen, sollten an Ort und Stelle bleiben. Dies betrifft vor allem Taucher, die Seereinigungen durchführen. Der Herbst ist für Unterwasser-Säuberungsaktionen die beste Jahreszeit. Die Freiluftsaison ist beendet und die Plastikgegenstände und der

Müll noch nicht besiedelt. Ansonsten gilt für Fluss und Strand, alles was nicht ins Meer gehört, sollte gesammelt werden und entsorgt werden. An fast allen Stränden stehen Mülleimer für die Entsorgung von Abfällen. Speziell an Nordseestränden finden sich immer wieder die blauen und orangenen Plastikfasern der Dolly Ropes (Scheuerschutz) aus der Grundschleppnetzfischerei zwischen den Algen. Auch diese müssen aus den Algen entnommen und in den Mülleimer entsorgt werden.

  • Tiefenwasser

Quellen:

(Leserichtung, links nach

rechts, oben nach unten)

1. Statista GmbH (Zugr. 10.10.20): Anzahl der Bohrinseln zur Öl- und Gasförderung in Wassertiefen über500m nach Regionen. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160548/umfrage/oel–und-gasfoerderung-in-tiefsee-bohrinseln/

2. Heinrich Böll Stiftung (2017): Meeresatlas: Daten und Fakten über unseren Umgang mit dem Ozean (Auflage3).

https://www.boell.de/de/meeresatlas

Bildnachweise:

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rechts, oben nach unten)

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