Titelbild zum Thema Gegen Überfischung

Gegen Überfischung

Über 80 Millionen Haie sterben jedes Jahr in der Fischerei. Der Weg heraus führt über bewussten Konsum, verbindliche Schutzgebiete und schärfere Regeln für die Industrie.

Gegen Überfischung

Über 80 Millionen Haie sterben jedes Jahr in der Fischerei. Der Weg heraus führt über bewussten Konsum, verbindliche Schutzgebiete und schärfere Regeln für die Industrie.

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Haie wurden dieses Jahr bereits durch industrielle Fischerei getötet⁴
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Haie wurden dieses Jahr bereits durch industrielle Fischerei getötet⁴
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Haie wurden dieses Jahr bereits durch industrielle Fischerei getötet⁴

Unsere Vorschläge und Forderungen gegen die Überfischung

Wir müssen schon in unserem eigenen Interesse der Überfischung entgegentreten. Jeder einzelne kann etwas tun und sein Handeln überdenken. Die Verbraucher müssen aufgeklärt werden und ihr Konsumverhalten andern. Wo keine Nachfrage, da keine Produktion. Wo kein Fisch gekauft wird, da wird kein Fisch gefischt. Wo keine Plastikprodukte gekauft werden, da wird kein Plastik produziert. Aber auch Firmen, Konzerne und die Politik müssen schnell und nachhaltig umdenken, Produktionen verändern, Gesetze erlassen. So gibt es viele Bereiche, in denen jeder einzelne von uns etwas tun kann.

Es gibt keine Ausreden mehr! Jeder kann etwas tun!

raw fish

Fischkonsum

Jeder einzelne Mensch sollte seinen Fischkonsum überdenken. Fisch ist bei weitem nicht so gesund wie von der Industrie angepriesen. Nachhaltigkeitssiegel wie z.B. das MSC-Siegel geben keine Garantie mehr für wirklich nachhaltige Fischerei. Dieses Siegel hat sich im Laufe der Jahre zu einer Marketingblase der Fischereiindustrie entwickelt und hat nur noch in ganz wenigen Fischereibereichen, wie z.B. der "Pole and Line"-Fischerei (Angelfischerei) mit Nachhaltigkeit zu tun. Verbraucher, die die gesunden Stoffe in Fisch schätzen, können diese in anderer Form zu sich nehmen. Omega-3-Fettsäuren sind in Leinöl, Walnussöl und Walnüssen enthalten. Man muss keinen Fisch essen oder Fischölkapseln schlucken, um sich gesund zu ernähren.

Bis heute wissen wir nicht, was Mikroplastik in den Körpern anrichtet - von Fischen oder Menschen. Hier steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen. Umweltgifte wie PCB und Dioxin, die sich speziell in Flussfischen wie Aal anreichern, bergen ein weiteres unabsehbares Risiko. Methylquecksilber gilt als eines der toxischsten Gifte, das besonders in langlebigen Fischen wie Thunfisch, Makrelen, Seeteufel, Schwertfisch und Hai vorkommt. Angereichert über Jahre in den Körpern der Fische landet es auf unseren Tellern und führt zu dramatischen gesundheitlichen Folgen.

Daher raten wir nicht nur wegen unserer Meere und der ständig schwindenden Fischbestände, sondern auch aus Eigenschutz vom Konsum von Meeres- und Flussfisch ab.

Meeresschutzgebiete

Wir schließen uns der Forderung von Wissenschaftlern an, mindestens 30% des Meeres bis 2030 unter Schutz zu stellen. Dies müssen dann aber auch konsequente Schutzgebiete sein, in denen ohne Ausnahme auf keine Art, weder benthisch noch pelagisch, gefischt werden darf. Der Mensch muss in jeglicher Hinsicht draußen bleiben.

Seismische Messungen

Wir fordern eine sehr starke Regulierung von seismischen Messungen (Ölförderung und Offshore-Windparks) und von "Low-Frequency"-Sonaren (LFS) im militärischen Bereich. In und um Meeresschutzgebiete und auf den Wanderrouten von Walen müssen diese Methoden weiträumig gänzlich verboten werden.

Industrielle Fischerei

Wir fordern eine weltweite Ächtung der industriellen Langleinenfischerei, der Tiefsee-Grundschleppnetz-Fischerei und dem Einsatz von FADs, als auch eine drastische Reduzierung und ergänzend den Einsatz von beifangvermindernden Techniken in der Grundschleppnetzfischerei und der Ringwadenfischerei. Dies gilt auch ethisch, da bei diesen Fischereitechniken vor allem die großen industriellen Fangflotten von billigen Fangmethoden und dem Wettbewerbsvorteil gegenüber Kleinfischern profitieren, und so deren Lebensgrundlage zerstören. Die industriell betriebenen, nicht nachhaltigen, unselektiven Fangmethoden, die das Ökosystem Meer nachhaltig zerstören, müssen bei Weitem mehr reguliert werden, während kleine, meist nachhaltig fischende Betriebe gefördert werden müssen, und zwar weltweit.

Insgesamt müssen das Fischereimanagement und damit die Richtlinien für Fangquoten und Schutzgebiete einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Entfernt man Populationen von Schlüsselarten aus einem Ökosystem, kann dieses kollabieren. Die Schäden für die Gemeinschaft durch verlorene Ökosystemleistungen wären dann bei Weitem schwerwiegender als der entgangene Gewinn eines einzelnen. Daher muss das Fischereimanagement sukzessive um weitere Interessensgruppen wie beispielsweise (Öko-)Tourismus und Küstenanwohner bereichert werden.


Unsere ausführliche Broschüre zum Thema findest du in unseren Downloads.