In Offshore-Windparks tummelt sich das Leben. Das belegen zahlreiche Studien. Zum einen, weil es hier festen Untergrund gibt, der in der restlichen Nordsee rar ist – der „Riffeffekt“. Andererseits bilden die Windparks ein Refugium und wirken daher ähnlich wie eine „No take“-Zone, die höchste Schutzstufe in Meeresschutzgebieten. Weil dort mehr Fische wachsen als Platz ist, profitieren auch Fanggründe an deren Grenzen vom Überfluss. Ein hochgestecktes Ziel ist, 30 % der Meere bis 2030 zu solchen Schutzgebieten auszurufen – wovon wir Lichtjahre entfernt sind.

Am vergangenen Donnerstag nun stellte die vom Bundesministerium für Landwirtschaft eingesetzte „Zukunftskommission Fischerei“ in einer Expertenrunde ihre Vorschläge für die deutsche Nordsee vor: Zu viel Fläche gehe der Fischerei für die Offshore-Windparks verloren, hieß es. Daher müsse zukünftig mitbedacht werden, wie (passive) Fischerei und Aquakultur in Windparks integriert werden könnte, etwa Stellnetze, Reusen, Fangkörbe.

Bislang ist jegliche Fischerei zwischen den Windrädern verboten. Aus Sicherheitsgründen, denn: Die Energieversorgung aus dem Offshore-Bereich ist erklärtes Ziel der nationalen Sicherheit, deren Rolle in Zukunft wohl eher größer statt kleiner werden dürfte, so Prof. Huck von der Uni Bonn in der Expertenrunde. Praktisch für die Windparkbetreiber: Der Ausschluss der Fischerei wird als Kompensationsmaßnahme für die Umweltbelastung anerkannt.

Der Verband der Windparkbetreiber gab sich gesprächsbereit, auch wenn große Zweifel an der rechtlichen und technischen Umsetzbarkeit von Fischerei und Aquakultur in Offshore-Windparks bestehen. Außerdem betonte der Verband, dass die Windparks Refugien für bedrohte Arten werden könnten. Möglicherweise sind Windparks und ihre Betreiber unsere größten Verbündeten, um das "30 by 30"-Ziel zu erreichen und unsere Meere zu schützen…

Quellen:
Knorrn et al. (2024): Beneath the blades: Marine wind farms support parts of local biodiversity - a systematic review. https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2024.173241
Taz (09.04.2025): Fischen in Offshore-Windparks soll aus der Krise helfen (Fischerei-Kommission macht Vorschlag: Fischen in Offshore-Windparks soll aus der Krise helfen | taz.de)

underwater photography of black fish

Die kanadische Firma TMC möchte mit den USA als Investor schon Mitte 2025 mit dem Tiefseebergbau beginnen

Täglich überschlagen sich die Nachrichten - vor allem seit Januar, seit Donald Trump die USA regiert. Manchmal hat mal gar das Gefühl, dass er öffentlich und laut seine seltsamen Dinge tut, damit…

underwater photography of black fish

Die kanadische Firma TMC möchte mit den USA als Investor schon Mitte 2025 mit dem Tiefseebergbau beginnen

Täglich überschlagen sich die Nachrichten - vor allem seit Januar, seit Donald Trump die USA regiert. Manchmal hat mal gar das Gefühl, dass er öffentlich und laut seine seltsamen Dinge tut, damit…

underwater photography of black fish

Met Hätz un Siel - viel Erfolg an die Kölner Haie!

Unser sportlicher Kooperationspartner KEC "Die Kölner Haie" hat es in die Finalrunde der Playoffs um die Deutsche Meisterschaft im Eishockey geschafft. Dort geht es ab heute Abend best-of-seven gegen…

underwater photography of black fish

Met Hätz un Siel - viel Erfolg an die Kölner Haie!

Unser sportlicher Kooperationspartner KEC "Die Kölner Haie" hat es in die Finalrunde der Playoffs um die Deutsche Meisterschaft im Eishockey geschafft. Dort geht es ab heute Abend best-of-seven gegen…