Auf rund 63 Quadratkilometern entstehen westlich von Helgoland 64 neue Windräder. Zusammen können sie 960 Megawatt Leistung erzeugen – genug, um rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Der Windpark „He Dreiht“ soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Für die Energiewende ist er allerdings nur ein Schritt von vielen: Bis 2045 soll die Offshore-Windkraft in der deutschen Nordsee auf insgesamt 70 Gigawatt ausgebaut werden.

Für die Energiewende und unsere Unabhängigkeit sind das vorzügliche Nachrichten.

Aber richtig ist auch: Was das für das Leben in der Nordsee bedeutet, ist noch nicht abschließend geklärt.

Einige Arten werden sicherlich davon profitieren, dass die Fischerei nach und nach aus einem großen Teil der Nordsee verdrängt werden wird, denn Fischen ist in den Windparks verboten. Die Türme der Anlagen und die Steine, die als sogenannter Kolkschutz ausgebracht werden, können zu Riffeffekten führen und neues Leben ermöglichen.

Allerdings gibt es auch Hinweise, dass die Anlagen besonders auf niedrigen Frequenzen neuen Schall ins Wasser tragen, was die Fische zumindest auf der Verhaltensebene beeinflussen dürfte. Außerdem bremsen die Windräder den bodennahen Wind, was zu verringerten Strömungen und Wellen führen kann. Dies könnte, je nach Region, zu einer Veränderung und Umverteilung des Planktonwachstums führen, wie neue Modelle zeigen.

Auch der (notwendige) Klimaschutz hat einen Preis – günstiger als der Klimawandel ist er dabei allemal.

Quellen:
Daewel et al. (2022): Offshore wind farms are projected to impact primary production and bottom water deoxygenation in the North Sea. https://doi.org/10.1038/s43247-022-00625-0
Bellmann, Meeresumweltsymposium 2026 (pers. comm.)

underwater photography of black fish

Danke InterDive!

ElasmOcean nahm im September erstmalig an der InterDive teil.

underwater photography of black fish

Danke InterDive!

ElasmOcean nahm im September erstmalig an der InterDive teil.

underwater photography of black fish

Doggerbank: Echos der Zwergwale

Trotz ihres Schutzstatus herrscht wilder Westen auf der Doggerbank, einer Sandbank in der zentralen Nordsee mit hoher Biodiversität.

underwater photography of black fish

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Trotz ihres Schutzstatus herrscht wilder Westen auf der Doggerbank, einer Sandbank in der zentralen Nordsee mit hoher Biodiversität.